LOOM — stories woven
Quick-Start · Wie ihr loslegt

Loslegen mit LOOM

Das Warum hinter LOOM erzählt das große Bild. Hier geht's ums Wie: die Kernbegriffe in Kürze und die typischen Abläufe im Tool — Schritt für Schritt, ohne Vorwissen.

In 1 Minute

Das Grundprinzip

LOOM begleitet eure Projektarbeit in einem festen Rhythmus. Fällt euch etwas auf, wird es ein Flock (eine kurze Notiz). Aus Flocks werden im Casting echte Aufgaben — Stories. Eine Story wandert über das Board von „geplant" bis „fertig" (woven). Am Ende eines Cycles zeigt ihr im Showcase, was fertig ist, und reflektiert im Loomback.

Ganz wichtig: Flocks könnt ihr jederzeit werfen — durchgehend, während des ganzen Prozesses. Sie sammeln sich laufend und sind die Grundlage fürs nächste Casting.

Casting Arbeiten (Board) Showcase Loomback … und der nächste Cycle beginnt Flocks · jederzeit
Die Landkarte

Was es gibt — die sieben Reiter

Oben in LOOM findest du sieben Bereiche. Grob:

Dashboard

Dein Überblick und Startpunkt — was offen ist, was als Nächstes dran ist.

Setup

Die neun Projekt-Grundlagen (Team, Ziele, Roadmap …).

Flocks

Beobachtungen, Ideen, Probleme schnell festhalten — die Grundlage fürs Casting.

Board

Eure Aufgaben (Stories) als Kanban-Tafel.

Beacons

Das Projekt-Gedächtnis: wichtige Entscheidungen mit Begründung.

Prompt Lab

Jeder KI-Prompt offen einsehbar — ansehen, anpassen, testen.

Documents

Fertige Berichte aus dem Projekt-Gedächtnis — live gefüllt, von euch kuratiert.

Du musst nicht alles auf einmal verstehen — weißt du, was es gibt, findest du's, oder fragst nach.

Das Vokabular

Die Kernbegriffe im Rhythmus

Flock
Die niedrigste Hürde: eine kurze Notiz zu einer Idee, Beobachtung oder einem Problem. Jederzeit werfbar — und die Grundlage fürs Casting.
Casting
Cycle-Start: aus Flocks werden gemeinsam echte Aufgaben (Stories) geschnitten.
Story
Eine Aufgabe mit klarem Ziel. Wandert: draft → spinning → showcase → woven.
Cycle
Ein fester Arbeits-Rhythmus (z.B. zwei Wochen) von Casting bis Loomback.
Showcase
Am Cycle-Ende zeigt ihr, was fertig ist — und eine Story gilt erst dann als woven.
Loomback
Die Team-Reflexion am Cycle-Ende: Was lief gut, was nehmen wir mit?
Beacon
Ein Eintrag im Projekt-Gedächtnis: eine Entscheidung samt Begründung, die bleibt.

Warum LOOM diese eigenen Begriffe nutzt (statt „Sprint" & Co.), erzählt das große Bild.

Workflow A

Projekt aufsetzen — von Hand oder per Import

Geh die neun Setup-Dialoge durch (das Dashboard zeigt dir, was noch fehlt). Habt ihr eure Grundlagen schon als Dokument, geht es viel schneller per Import:

Setup per Import befüllen
1
In LOOM: Setup → Import öffnen („Import from markdown"). Dort Copy template klicken — das ist die leere Vorlage, die LOOM 1:1 lesen kann.
2
Außerhalb von LOOM: gib einem starken KI-Modell (z.B. ChatGPT/Claude) die Vorlage und eure vorhandenen Unterlagen — mit dem Prompt unten. Du bekommst die ausgefüllte Vorlage zurück.
3
Zurück in LOOM: die ausgefüllte Datei ins PASTE-Feld einfügen und Read document klicken.
4
LOOM zeigt je Bereich eine Review-Karte. Pro Bereich im Editor öffnen, prüfen, speichern. Fertig.
Vorschlag-Prompt zum Kopieren
Du bekommst (1) eine LOOM-Setup-Vorlage (Markdown mit festen
Überschriften und Tabellen) und (2) unsere Projekt-Unterlagen.
Fülle die Vorlage ausschließlich aus unseren Unterlagen.
Behalte die Struktur exakt — alle Überschriften und Tabellen-
Spaltenköpfe unverändert, keine neuen Abschnitte, nichts erfinden.
Lass ein Feld leer, wenn die Unterlagen nichts dazu hergeben.
Gib nur die ausgefüllte Vorlage zurück.

Vorlage:
[hier die kopierte LOOM-Vorlage einfügen]

Unsere Unterlagen:
[hier eure Doks einfügen]
💡 Warum eine feste Vorlage?

LOOM liest die Vorlage wortwörtlich (ohne eigene KI) — deshalb müssen Überschriften und Tabellen-Spalten exakt bleiben. Genau das stellt der Prompt sicher.

Workflow B

Eine Beobachtung festhalten (Flock werfen)

Einen Flock werfen
1
Fällt dir mitten in der Arbeit etwas auf — eine Idee, ein Problem, ein Risiko — geh auf Flocks.
2
Tippe in ein paar Sätzen, was du beobachtet hast. Kein Schätzen, kein Verantwortlicher, keine Kriterien — das kommt später.
3
Speichern. Der Flock wartet jetzt aufs nächste Casting — dort wird vielleicht eine Story daraus.
Workflow C

Ein Cycle — von Start bis Reflexion

So läuft ein Cycle
1
Casting (gemeinsam, mit KI-Unterstützung): aus den gesammelten Flocks schneidet ihr die Stories für diesen Cycle.
2
Arbeiten am Board: jede Story zieht ihr durch die Spalten — draft → spinning → showcase → woven. Die Karte zu ziehen setzt den Status.
3
Showcase: am Cycle-Ende zeigt ihr, was fertig ist. Erst hier wird eine Story woven (akzeptiert).
4
Loomback: kurze Team-Reflexion — was lief gut, was nehmt ihr in den nächsten Cycle mit?
Workflow D

Eine Entscheidung bewahren (Beacon)

Trefft ihr eine Entscheidung, die euch festlegt (z.B. „wir nehmen Datenbank X, weil …"), haltet sie als Beacon fest — mit der Begründung. So weiß euer Team (und ihr selbst in der Defensio) später noch das Warum.

Einen Beacon werfen
1
Geh auf Beacons und nutze Throw Beacon.
2
Schreib kurz: worum ging's, welche Optionen gab es, wofür habt ihr euch entschieden — und warum.
3
Speichern. Die Entscheidung liegt jetzt dauerhaft im Projekt-Gedächtnis.

Beacons können mehr als Entscheidungen — das Projekt-Gedächtnis nimmt auch andere wichtige Einträge auf, jeder eine Zeile wert:

insight
Was ihr gelernt habt — ein Aha-Moment mit Konsequenz. Besonders wertvoll: genau das macht eure Defensio stark.
risk
Ein Risiko, das ihr im Blick behaltet, bevor es zum Problem wird.
blocker
Etwas, das euch gerade aufhält — sichtbar gemacht, damit es nicht untergeht.
note
Der niederschwellige Keim: eine freie Notiz, die später zum passenden Typ reift.
⭐ Warum das so wichtig ist

Dieses Gedächtnis ist LOOMs Herzstück. Spätestens bei der Defensio wisst ihr noch, warum ihr was getan habt. Je mehr ihr festhaltet (besonders Learnings), desto stärker steht eure Arbeit da. Haltet das Memory lebendig.

Workflow E

Deinen Bericht klicken (Documents)

Alles, was ihr in LOOM festhaltet, zahlt hier aus: die Documents-View macht aus eurem Projekt-Gedächtnis fertige Dokumente — den Fortschritts-Bericht für den Coach, den Projektantrag, eure eigenen Formate. Fakten (Ziele, Entscheidungen, Cycle-Stand) füllt LOOM bei jedem Export frisch ein; die erzählenden Abschnitte kuratiert ihr selbst.

Vom Memory zum Bericht
1
Geh auf Documents und wähle eine Vorlage — z.B. den Progress report (er berichtet über euren letzten abgeschlossenen Cycle).
2
Start document, dann im Kurations-Abschnitt Draft with AI: die KI entwirft den Text aus eurem echten Cycle-Material. Du redigierst — dein Rotstift gehört dazu — und speicherst. Ab jetzt steht der Abschnitt mit Datum und deinem Namen fest.
3
Export to vault legt den fertigen Markdown-Bericht in documents/ ab; Print / PDF öffnet die Druckseite — PDF macht der Browser-Dialog.

Vorlagen sind eure: über den Editor passt ihr eingebaute an (Edit template) oder baut mit New template eigene — beim Tippen von { schlägt LOOM alle verfügbaren Bausteine vor. Bis zu drei Dokumente pinnt ihr euch als Karten nach oben.

🧵 Der Spaß-Moment

Doku schreiben fühlt sich nach Pflicht an — Doku kuratieren nicht. Ihr sammelt das ganze Jahr im Memory, und der Bericht entsteht auf Knopfdruck daraus. Was ihr redigiert, stimmt — und bleibt aktuell, weil die Fakten live sind.

Wie weiter

Wo du weiterliest

Good Practices — die Haltungen, die euch (und eure Defensio) stärker machen. · Das große Bild — warum LOOM so tickt (die ausführliche Erzählung). · Erste Schritte (FAQ) — schnelle Antworten zum Start. · Die lokale KI — die KI-Helfer einrichten. · Was ist neu — Änderungen je Version.

LOOM · Iron-Labs · Juni 2026 · Quick-Start „Loslegen"
Stories, woven. Decisions, kept.