LOOM — stories woven
Prozess-Erzählung · v1

Nothing starts as a Story. Everything ends woven.

Wie aus einer ersten Notiz ein gewobenes Stück Projekt wird — und wo LOOM dabei passt, wo nicht, und wo es noch nicht passt.

Stories, woven. Decisions, kept.
Für: Schüler, Coaches, KI-Helferchen Zeit: 25 Min lesen, 6 Monate üben Stand: Juni 2026
§1 · Worum es geht

Ein Projektmanagement-Tool für kleine Teams, die noch dabei sind, sich zu finden.

LOOM ist ein Projektmanagement-Tool für kleine Gruppen — typischerweise 3 bis 5 Personen, die zum ersten Mal ein größeres Projekt zusammen durchziehen. Diplomarbeiten, Abschlussprojekte, Studierenden-Forschung. Teams, die noch nicht eingespielt sind. Teams, die noch nicht wissen, wie sie miteinander arbeiten sollen, weil sie es noch nie mussten.

Solche Teams brauchen mehr als nur eine To-Do-Liste. Sie brauchen strukturierte Reflexion: einen Rhythmus, der ihnen hilft, ihre Entscheidungen zu dokumentieren, ihre Stories sinnvoll zu schneiden, und Reibungspunkte rechtzeitig sichtbar zu machen. LOOM ist dafür gebaut. Plus: LOOM hat KI-Unterstützung an den Stellen, wo sie wirklich hilft — beim Story-Schneiden im Casting, beim Comment-Verdichten, beim Loomback-Rückblick. Du musst nicht alles selbst machen. Du musst nur lernen, was du der KI mitgeben sollst, und was du selbst entscheiden musst.

LOOM ist kein neu erfundenes Framework. Es ist eine bewusste Mischung: der Takt von Scrum — feste Rituale, ein verlässlicher Rhythmus — trifft den kontinuierlichen Fluss von Kanban, in dem Stories durch Lanes wandern, ohne Sprint-Commitment. Beides haben wir auf ein anfänger-freundliches Maß heruntergebrochen. Das ist keine Theorie vom Reißbrett, sondern die Konsequenz aus der Analyse von 14 Repos vergangener Diplomarbeiten und Anschlussprojekte: Das wiederkehrende Muster dort war nie der Code — es war die fehlende Struktur für Reflexion und Begründung.

Warum heißt es LOOM?

Ein Webstuhl webt Garn zu Stoff. Du fütterst ihn mit Fäden, gibst ihm einen Rhythmus, und am Ende hast du etwas, das Fäden allein nie hätten sein können — ein zusammenhängendes Gewebe. LOOM macht genau das mit deinen losen Ideen, Entscheidungen, Notizen und Code-Schnipseln: aus chaotischer Selbst-Disziplin wird strukturierte Reflexion.

Die Metapher hat aber noch eine zweite, historische Ebene — und die hebe ich mir fürs Schlusswort auf. Nur so viel vorab: Der Webstuhl hat einmal die Arbeit einer ganzen Epoche umgekrempelt. LOOM hat deutlich bescheidenere Ziele — aber dieselbe Grundidee, dass Rhythmus aus loser Mühe etwas Zusammenhängendes macht.

💭 Warum das so ist

Die meisten DAs scheitern nicht am Code. Sie scheitern daran, dass das Team nach drei Monaten nicht mehr weiß, warum es Entscheidung X getroffen hat — und dann Entscheidung X gegen Entscheidung Y austauscht, die Entscheidung X widerspricht. LOOM zwingt dich, das Warum festzuhalten. Nicht als Doku-Pflicht. Als Selbst-Schutz.

Eine Story, die nicht gewoben wird, ist nur Faden auf dem Boden.

Vorab · Orientierung

LOOM auf einen Blick — das Vokabular und die drei Schichten.

Bevor es in die Details geht, zwei Landkarten. Die erste übersetzt das LOOM-Wording in die Begriffe, die du vielleicht aus Scrum oder Kanban kennst — die Artefakte und Rituale stehen nebeneinander. Die zweite zeigt, wie die Teile zusammenhängen.

Dieselbe Idee, andere Namen

LOOMScrumKanbanWas es ist
CycleSprint— (flow-basiert)Zeit-Klammer 1–3 Wochen, kein Commitment-Vertrag
CastingSprint PlanningReplenishmentCycle-Start: Flocks → Story-Kandidaten, KI-gestützt
ShowcaseSprint ReviewReview / DemoDemo vor Stakeholdern am Cycle-Ende
LoombackSprint RetrospectiveKaizen / RetroTeam-Reflexion, KI-vorbereitet → loomback-Beacon
StoryUser Story / PBICard / TicketDie Arbeitseinheit
Flock(grobe Backlog-Idee)Input / IdeeNiedrigschwelligste Erfassung für alles — wird zu Story, Beacon oder Setup-Edit
BeaconProject-Memory-Eintrag (Decision, Risk, Learning) — LOOM-eigen
SpinningIn ProgressIn Progress / DoingStory aktiv in Arbeit
WovenDoneDoneErledigt & gezeigt
Sticky StorySpillover / CarryoverAging WIPStory, die rollt und "lauter" wird
Setup(~Working Agreements / DoD)Acht Kontext-Dialoge, lebende Wurzel
💭 Warum diese Mischung

LOOM nimmt den Takt von Scrum (feste Rituale, Rhythmus) und den kontinuierlichen Fluss von Kanban (Stories wandern durch Lanes, kein Sprint-Commitment) und bricht beides auf ein anfänger-freundliches Maß herunter. Der eigentliche Hebel ist aber die KI-Unterstützung in der Durchführung — beim Story-Schneiden im Casting, beim Verdichten von Comments, beim Loomback-Rückblick. LOOM funktioniert auch ohne das Tool, nur mit Markdown und Disziplin. Sinnvoll ist das aber kaum: Genau der stützende Teil — Dokumentation und Projekt-Gedächtnis — fällt dann auf mühsame Handarbeit zurück.

Drei Schichten, die parallel leben

LOOM ist kein Pfeil von links nach rechts, sondern drei Schichten, die gleichzeitig laufen und sich gegenseitig nähren:

Setup
Die Wurzel — acht Dialoge, die den Projekt-Kontext definieren. Lebt immer, ist nie "fertig". (§4)
Cycle
Die Arbeit — Stories laufen durch die Lanes, getaktet von Casting, Showcase und Loomback. (§5)
Project Memory
Das Gedächtnis — Flocks, Beacons und Comments sammeln sich hier und werden später per KI verdichtet. (§3)

Was im Cycle gelernt wird, justiert das Setup; jede Setup-Änderung wirft wieder einen Beacon ins Project Memory. Damit ist LOOM nicht linear, sondern rekursiv-lernend.

§2 · Die Reise einer Story

Vom Flock zum Woven — der Weg, den jede Idee geht.

Wenn dir mitten in der Arbeit etwas auffällt — eine Idee, ein Problem, eine Abhängigkeit — dann ist das ein Flock. Ein Flock ist die niedrigste Eintragsschwelle, die LOOM hat: ein paar Sätze in eine Markdown-Datei, fertig. Kein Schätzen, kein Owner, kein Akzeptanz-Kriterium. Das kommt später.

Beim nächsten Casting (das ist der Cycle-Start, dazu gleich mehr) werden Flocks gemeinsam mit dem Team gesichtet und zu Story-Vorschlägen verdichtet. Die Vorschläge landen in der Lane Candidates — das sind noch nicht beschlossene Stories, sondern Kandidatinnen. Erst wenn das Team sich einig ist und die Akzeptanz-Kriterien stehen, wandert eine Story in Backlog und wird mit ready: true markiert. Sobald jemand anfängt, daran zu arbeiten, geht sie zu Spinning.

Wenn die Story fertig ist, sagt der Owner: "Ich zeige sie beim nächsten Showcase." Sie geht in die Lane Showcase — die Pre-Demo-Halde. Beim Showcase-Termin (vor Coach und Stakeholdern) führt der Owner sie vor, die Akzeptanz-Kriterien werden abgehakt, und die Story wechselt nach Woven: gewoben, fertig, Teil des Stoffs.

FLOCK Idee, lose CASTING Cycle-Start CANDIDATES noch unentschieden BACKLOG ready: true wartet auf Owner SPINNING in Arbeit SHOWCASE Pre-Demo WOVEN gewoben CUT — terminaler Seitenausgang
Hauptpfad: Flock → Casting → Candidates → Backlog → Spinning → Showcase → Woven · plus Cut von jeder Lane aus

Aber: nicht jede Story schafft es bis Woven. Manche werden gecuttet. Cut ist kein Versagen — Cut ist eine Entscheidung. Die Story ist außerhalb des Scopes geraten, ist obsolet geworden, oder das Goal hat sich geändert. Wenn du eine Story cuttest, musst du sagen warum (das ist der cut_reason). Das ist Disziplin: kein stilles Verschwinden.

🛠 Was du tun musst

Wenn dir etwas auffällt: ⌘⇧F drücken und Flock werfen. Drei Sätze, fertig. Nicht ausformulieren. Das machst du im nächsten Casting.

🤖 Hinweis für deine KI

Wenn du mit einer KI an einer Story arbeitest (z.B. gemma4:12b lokal, oder Claude über die API), gib ihr den Setup-Auszug mit. Die KI weiß sonst nicht, dass dein Sensor in Norwegen testet oder dass Subsystem A von Subsystem B abhängt. Mit Setup-Kontext werden die Vorschläge plötzlich brauchbar.

§3 · Drei Werkzeuge zum Werfen

Flocks, Beacons, Comments — drei Wege, etwas festzuhalten.

LOOM hat genau drei niedrigschwellige Erfassungs-Werkzeuge. Jedes hat einen klaren Zweck. Wenn du beim Werfen unsicher bist, hilft dir die Faustregel:

Wenn du......dann ist es einHotkey
dir etwas auffällt — ein Feature, Problem, Lösungsansatz, Risiko oder eine AbhängigkeitFlock⌘⇧F
eine getroffene Entscheidung oder Erkenntnis dokumentieren willstBeacon⌘⇧B
eine Frage oder Diskussion zu einer offenen Story hastCommentauf der Story-Detail-View

Flock — die zentrale Anlaufstelle für niederschwellige Erfassung

Flocks sind die niedrigste Eintragsschwelle, die LOOM hat: wirf einen, sobald dir etwas auffällt — ein Feature-Wunsch, ein erkanntes Problem, ein Lösungsansatz, ein Risiko, eine Abhängigkeit. Hinschreiben, fertig. Beim Werfen wählst du einen Typ: note · idea · risk · dependency · bug · feature (bug und feature tragen Casting-Priorität). Was daraus wird, entscheidet das Team beim Casting: ein Flock kann zu einer Story werden (der häufigste Fall), zu einem Beacon (z.B. ein erkanntes Risiko wandert ins Project Memory) oder direkt in einen Setup-Edit (wenn er ein Goal, einen Milestone oder ein Subsystem betrifft). Flocks bleiben im Vault: active bis zum Casting, dann promoted (verarbeitet) oder archived (bewusst verworfen). (Nur das Warum hinter einer schon getroffenen Entscheidung schreibst du nicht als Flock, sondern direkt als Beacon.)

Beacon — der Moment, an den du dich erinnern willst

Beacons sind das Project Memory deines Projekts — append-only: Einträge werden nicht weggeräumt, sie bleiben dauerhaft als Audit-Trail stehen. Sie werden automatisch geworfen, wenn du Setup-Felder editierst (mit Pflicht-Begründung). Plus: du kannst sie manuell werfen — wenn ein Telefonat eine Anforderung bringt, wenn ein Code-Review eine Architektur-Erkenntnis liefert, wenn ein Stakeholder eine Entscheidung fordert. Eine Entscheidung (decision) wird nicht nachträglich umgeschrieben; ändert sich die Lage, wird sie von einer neuen Entscheidung abgelöst (superseded), nicht gelöscht — der abgelöste Eintrag trägt dann einen Vorwärtsverweis (superseded_by) auf seinen Nachfolger, sodass beim Lesen sofort klar ist, welche Entscheidung jetzt gilt. So bleibt die kollektive Erinnerung intakt, die in vier Monaten erklärt, warum ihr X gewählt habt und nicht Y.

Vom losen Gedanken zum festen Eintrag. Ein Beacon lässt sich niederschwellig als note festhalten — freier Text, kein Formular, jederzeit änderbar. Die leichten Typen (note, risk, blocker, insight, dependency) bleiben frei editierbar — ein Arbeits-Notizbuch, das mit dem Gedanken wächst; eine note reift zu einem passenderen Subtyp, wenn klar wird, was sie ist. Erst wenn ein Gedanke zu einer decision wird und ratifiziert wird — oder ein Ritual versiegelt wird — friert der Text ein: ab da ist er Audit-Trail, und die jeweiligen Regeln (Ratifizierung bzw. Seal) greifen. (Der Freeze gilt dem Text; Tags und Beziehungen bleiben immer kuratierbar.)

Comment — die niederschwellige Story-Diskussion

Comments hängen an einer einzelnen Story. Wenn du beim Spinning auf etwas stößt, das das Team kennen sollte, hinterlässt du einen Comment. LOOM destilliert Comments später per KI in die Conversation-Sektion der Story — du musst nicht selbst zusammenfassen, das passiert für dich.

Weaving — Fäden zwischen den Einträgen ziehen

Flocks, Beacons und Stories sammeln sich — aber ihr Wert wächst, wenn sie vernetzt sind: welche Entscheidung hängt an welcher Story, welcher Flock führte zu welchem Insight. Im Detail-Drawer jedes Eintrags öffnet ein Weave-Mode einen Picker: Fäden ziehen (suchen + anhängen), lösen (Chip entfernen) — so leicht wie Labels setzen. Damit wird das Project Memory zum begehbaren Netz: „webt zu" / „gewebt von", dem Faden zum nächsten Eintrag folgen, und eine kleine Constellation zeichnet die Nachbarschaft. Aus einer Halde von Einträgen wird ein Gewebe, in dem man den roten Faden tatsächlich verfolgen kann.

⚡ Was hier weh tun wird

Du wirst am Anfang vergessen zu werfen. Du wirst eine Idee haben, denken "das schreib ich gleich auf", und dann ist sie weg. Das ist normal. Der Hotkey ist genau deshalb global — er funktioniert aus jedem Programm. Übe ihn. Eine Woche, dann sitzt er.

§4 · Die Wurzel

Setup ist die Wurzel, die deinem Projekt Form gibt.

Bevor LOOM für dich arbeiten kann, musst du ihm sagen, wer du bist und was du baust. Das passiert im Setup — neun Dialoge, die du einmal durchläufst und danach pflegst. Setup ist nicht Bürokratie. Setup ist der Kontext, mit dem die KI später arbeitet.

Dialog 1
Team & Stack — wer ist dabei, welche Technologien
Dialog 2
Project Description — was bauen wir, für wen
Dialog 3
Subsystems — was hängt mit was zusammen
Dialog 4
Goals — Hauptziele (HZ), optionale Ziele (OZ), Nicht-Ziele (NZ)
Dialog 5
Milestones — bis wann ist welches Deliverable fällig (Zeit-Achse)
Dialog 6
Fallback Protocol — was tun, wenn jemand wegfällt
Dialog 7
Communication Rules — drei Regeln, jede mit Konsequenz
Dialog 8
Roadmap — welches Feature in welcher Version (Produkt-Achse)
Dialog 9
Good Practices — kuratierte Arbeitshaltungen (Disziplinen + Items), optional; „Load LOOM defaults" als Startpunkt, KI-Formulierhilfe je Disziplin
🧭 Milestone vs. Roadmap — zwei Achsen

Milestones sind der zeitliche Trigger: welche Ziele bis wann erreicht sein sollen. Die Roadmap trägt den Produkt-Bezug: welches Feature seht ihr in welcher Version. Die beiden sind voneinander unabhängig — bis zu einem Milestone können durchaus mehrere Versionen liegen. Versionen lohnen sich für jedes Projekt, nicht nur für mehrphasige (z.B. V1 = MVP für die Defensio, V2 = was ihr danach noch wollt).

💭 Warum das so ist

Wir haben 14 alte DA-Repos und Vor-DA-Abschlussprojekte analysiert (das älteste aus 2015 — formelle Diplomarbeiten mit Defensio gibt es erst seit 2015/16). Aus den 14 wurden die 8 interessantesten ausgewählt und in die da-lessons-Memos verarbeitet. Das wiederkehrende Muster: vier von acht sind nach 4-6 Cycles in der Doku-Disziplin eingebrochen — nicht weil die Schüler faul waren, sondern weil der Setup-Kontext fehlte. Goals waren in vier Versionen verstreut, Milestones nicht single-active, Subsystem-Abhängigkeiten nirgendwo dokumentiert. Wenn die KI später schwammige Antworten gibt, ist das Setup schuld, nicht die KI.

Setup ist nie fertig. Jede Änderung wirft einen Beacon mit Pflicht-Begründung. Damit ist das Setup nicht veraltete Vor-Doku, sondern lebende Wahrheit über dein Projekt.

🛠 Was du tun musst

Beim ersten Mal: alle neun Dialoge durchgehen (Good Practices ist optional). Plant 2-3 Stunden ein, das ist normal. Das Dashboard weist dich oben darauf hin, wenn noch etwas fehlt oder dünn ist — mit einem Klick direkt zum richtigen Dialog.

§5 · Der Rhythmus

Cycle, Casting, Showcase, Loomback — der Takt deiner Arbeit.

LOOM arbeitet in Cycles. Ein Cycle ist eine Zeit-Klammer von etwa zwei Wochen. Anders als ein "Sprint" im Scrum-Sinn ist der Cycle kein Commitment-Vertrag ("wir versprechen, X bis Datum Y zu machen"). Der Cycle ist eine Klammer um drei Rituale: er beginnt mit Casting, endet mit Showcase und Loomback.

🛠 Im Tool

Casting, Showcase und Loomback sind geführte Rituale direkt in LOOM — du startest sie im Cycle-Menü. Dort liegt auch das wöchentliche Weekly und ein „Start cycle", mit dem ihr einen Cycle ohne Casting beginnt (z.B. eine Design-Runde). (Ein vollautomatisches Weiterrücken der Cycles ist noch nicht gebaut — ihr startet sie selbst.)

Gemeinsam am selben Board: Casting und Loomback macht ihr zu mehreren vor einem Schirm — dafür könnt ihr LOOM auch als Team-Server betreiben. Dann arbeitet das ganze Team im Browser am selben Board, jede:r mit eigenem Zugangsschlüssel, und ihr seht euch gegenseitig arbeiten, ohne neu zu laden. Wie ihr das aufsetzt, steht in der Team-Server-Anleitung.

Casting — der Cycle-Start

Beim Casting verdichtet ihr eure Flocks zu Stories. Das ist das längste und wichtigste Ritual — plant dafür Zeit ein. LOOM führt euch durch eine Vorbereitung und fünf Stages. Das Entscheidende daran: bis zum Schluss ist alles zurücknehmbar. Geschrieben wird erst in Stage 5. Ihr könnt also in Ruhe ausprobieren, umsortieren und eure Meinung ändern, ohne etwas kaputtzumachen — und ihr könnt zwischendurch aufhören und später weitermachen.

Weekly — der Puls dazwischen

Casting ist am Anfang, Showcase und Loomback sind am Ende. Dazwischen liegen zwei Wochen — und genau dort verlieren Teams erfahrungsgemäß den Faden. Das Weekly ist die Antwort darauf: einmal pro Woche beantwortet jede:r für sich drei Fragen — Was habe ich letzte Woche gemacht? Wo gab es Probleme? Was habe ich diese Woche vor? Daraus wird ein weekly-Beacon.

Zwei Dinge unterscheiden es von den anderen Ritualen. Erstens: es braucht keinen Termin. Jede:r schreibt es, wenn es passt — niemand muss auf die anderen warten. Zweitens: es hängt an der Kalenderwoche, nicht am Cycle. Es läuft einfach weiter, auch über Cycle-Grenzen hinweg. Ob ihr euch die Weeklies zusätzlich mündlich erzählt, ist eure Sache; geschrieben werden sie so oder so. Der Gewinn ist eine durchsuchbare Spur: wer wissen will, woran jemand vor drei Wochen hing, liest es nach, statt zu fragen.

Showcase — der Cycle-Ende-Demo-Termin

Im Tool führt euch ein Showcase-Durchlauf durch die Stories der Showcase-Lane: pro Story die Akzeptanz-Kriterien abhaken (✅/⏭️/❌), Reviewer-Verdikt setzen — beim Abschluss wandert die Story nach Woven (oder bei Fail zurück nach Spinning). Stakeholder schauen zu, geben Feedback. Drei Pfade entstehen dabei: neue Ideen werden Flocks (Eingang fürs nächste Casting), erkannte Risiken werden Beacons (Eingang fürs Loomback), Detail-Feedback wird Comments an die jeweilige Story.

Loomback — die Team-interne Reflexion

Nach dem Showcase trifft sich das Team intern. Zuerst zeigt LOOM eine Cycle-Overview (was lief, Member-Beiträge, die Beacons des Cycle). Dann erfasst ihr eure Diskussion in Stichzeilen — und die KI verdichtet eure Worte zu strukturierten Sektionen (Highlights, Reibungspunkte, Empfohlene Maßnahmen). Ihr kuriert, dann Commit als loomback-Beacon, der dauerhaft im Vault bleibt. Wichtig: die KI strukturiert eure Reflexion — sie rät sie nicht vor und ersetzt sie nicht.

Insight-Harvest — Lehren ernten und wiederverwenden

Im Loomback entdeckt das Team Lehren. Statt sie in der Cycle-Reflexion versinken zu lassen, erntet ihr sie mit einem Klick: jede Lehren-Zeile trägt einen „→ insight"-Einstieg, der einen eigenständigen insight-Beacon vorbefüllt (die KI verdichtet die Zeile in die Vorlage Realized / Why it matters / What we do differently). Der Insight verlinkt zurück auf seinen Loomback — so wird aus flüchtiger Reflexion wiederverwendbares Wissen, das beim nächsten Cycle und in der Defensio trägt.

✓ Was du gewinnst

Nach drei Cycles hast du etwas, das die meisten DAs nie hatten: eine vollständige Begründungs-Geschichte deines Projekts. Wenn dich der Coach fragt "warum habt ihr im März auf React gewechselt?", findest du die Antwort in 30 Sekunden — nicht in deinen Erinnerungen, sondern im Project Memory.

§6 · Sticky Stories

Wenn eine Story nicht weiter will — drei Stufen, dann Hard-Block.

✓ Gebaut

Die Lautstärke-Anzeige (flüstert → spricht → ruft, je länger eine Story im Backlog/Spinning überdauert) ist im Board gebaut. Der Hard-Block (das „LOOM lässt dich nicht weiter") ist seit v0.9 gebaut: ruft eine Story, könnt ihr das Casting nicht abschließen, bis ihr sie behandelt habt — neu casten, bewusst parken oder cutten (mit Begründung).

Manchmal bleibt eine Story liegen. Sie startet im Backlog, kommt nicht ins Spinning. Oder sie geht ins Spinning, aber wird nicht fertig. Am Cycle-Ende ist sie immer noch da — und rollt automatisch in den nächsten Cycle. Das ist Sticky.

Sticky ist kein Versagen. Sticky ist ein Signal. LOOM macht es sichtbar in drei Stufen:

Roll-CountStufeWas du siehstWas passiert
0normalStory wie jede anderenichts
flüstertdezenter Marker"ich war schon mal hier"
sprichtMarker stärker, Pulse"schaut mich an" — Loomback-Pflichtpunkt
ruft (+ Hard-Block ✓)permanent sichtbar, animiertStory muss jetzt bearbeitet werden — der Hard-Block sperrt den Casting-Abschluss, bis sie behandelt ist (seit v0.9)
⚡ Was hier weh tun wird

Drei Cycles sind 6-8 Wochen. Wenn eine Story so lange schwebt, ist sie außerhalb deines Scopes. Punkt. LOOM lässt dich das nächste Casting nicht abschließen, bis du entschieden hast: bearbeiten oder cutten. Das ist gewollt.

Der Eskalations-Ausweg: Cut → Flock → Re-Casting

Was tun, wenn die Idee gut war, aber die Story-Form nicht trägt? Du cuttest die Story und gibst die Essenz als neuen Flock zurück. Im nächsten Casting taucht die Idee dann frisch auf — ohne Roll-Count-Last, mit potentiell neuem Schnitt. Das geht so:

  1. Story-Essenz in 2-3 Sätzen als Flock formulieren
  2. Story auf Cut setzen mit cut_reason: stale und Verweis auf den neuen Flock
  3. Im nächsten Casting ist die Idee wieder im Pool — frisch, neu zu schneiden

Damit ist das System nicht ideen-vergessend, aber auch nicht müll-schleppend. Die Story-Identität verfällt, der Inhalt überlebt im Project Memory.

💭 Warum das so ist

Eine 3×-gerollte Story ist immer ein Symptom. Mögliche Diagnosen: zu groß (→ splitten), zu unklar (→ neu schneiden), zu unwichtig (→ Cut, Goals haben sich geändert), echt blockiert (→ Blocker-Beacon plus Cut). In jedem Fall ist "weitermachen wie bisher" keine Option mehr. Der Hard-Block zwingt zur Diagnose.

LOOM erzieht ohne zu stechen — bis es muss.

§7 · Wo LOOM passt

Wofür LOOM gebaut ist — die echten Use-Cases.

LOOM ist nicht für jedes Projekt gut. Aber für die folgenden Konstellationen wurde es gebaut, und dort spielt es seine Stärken aus:

✓ Hier glänzt LOOM

Schul-DA-Teams (3-5 Member, ~9 Monate, eine bis zwei Phasen). Das ist das Kern-Szenario, dafür ist alles ausgelegt — Setup-Konzept, Casting-Workflow, Loomback-Ritual.

Selbst-organisierte Studierenden-Projekte mit KI-Co-Bauer. Wenn du oder du-und-eine-KI ein Projekt vorantreibst und einen strukturierten Reflexions-Anker brauchst — LOOM gibt dir den.

Lernintensive Forschungs-Projekte mit häufigen Stack-Änderungen. Beacon-System ist genau dafür gebaut: jede Änderung mit Begründung, dauerhaft im Project Memory.

Externe Kollaborationen mit Stakeholdern (Industrie-Partner, andere Schulen). Showcase-Ritual mit Drei-Pfad-Trennung (Flocks/Beacons/Comments) ist genau für solche Termine gemacht.

Was LOOM gut macht — drei Dinge

1. Begründungs-Geschichte. Du verlierst nie wieder die Antwort auf "warum haben wir das damals so entschieden?" — die Beacons sind da.

2. Niederschwellige Disziplin. Flock werfen ist 10 Sekunden. Casting ist KI-vorbereitet, Loomback ist KI-vorbereitet. Du machst weniger Doku-Arbeit, kriegst mehr Doku-Output.

3. Honest Reflection. Sticky Stories machen sichtbar, was du sonst übersiehst. Loomback macht die Reibung diskutierbar. Showcase trennt extern (Erfolge zeigen) von intern (Reibung diskutieren). Drei verschiedene Modi für drei verschiedene Audiences.

§8 · Wo LOOM nicht passt

Pädagogisch ehrlich — diese Projekte brauchen etwas anderes.

LOOM ist gut darin, was es kann. Aber es kann nicht alles. Wenn dein Projekt einer der folgenden Typen ist, nutz besser ein anderes Werkzeug — oder zumindest LOOM nicht als Hauptachse.

✗ Hier passt LOOM nicht

Single-Person-Lerntagebücher. LOOM ist für Teams. Wenn du allein lernst, brauchst du keine Casting-Sessions, kein Loomback, kein Sticky-Tracking. Ein einfaches Markdown-Journal in Obsidian reicht völlig.

Operative Sysadmin-Aufgaben (Server-Maintenance, Backup-Schedules). Hier zählen Tickets-mit-SLA, nicht Stories-mit-Reflexion. Klassische Issue-Tracker (Jira, Forgejo Issues) sind besser.

Hochfrequente Marketing-/Content-Workflows. Wenn du täglich 5 Posts veröffentlichst, ist LOOM zu schwer. Trello oder Asana sind dafür gemacht.

Klassisch-zeitlich-feste Wasserfall-Projekte mit Festpreis. Wenn der Auftraggeber einen GANTT-Plan will und keine Iteration zulässt, ist LOOM nicht hilfreich. Microsoft Project oder ähnliche Tools sind hier passender.

Was LOOM nicht ersetzt

Auch innerhalb eines DA-Projekts ersetzt LOOM nicht alles:

Diese Trennung ist gewollt: LOOM macht eine Sache richtig, statt zehn Dinge halb. Wenn du Sync brauchst, nimm Sync. Wenn du Chat brauchst, nimm Chat. LOOM ist die Reflexions-Schicht oben drauf.

§9 · Wo LOOM noch nicht passt

Phase 0 war ohne LOOM — ab Phase 1 weben wir mit dem eigenen Werkzeug.

Das hier ist der Teil, der dir vielleicht komisch vorkommt, aber er ist wichtig. Du liest gerade ein Dokument, das aus 9 Konzept-Sessions, 200+ dokumentierten Entscheidungen und drei großen Markdown-Dateien (Vision, Architektur, Journal) hervorgeht — und das alles wurde ohne LOOM-Vault aufgebaut. Wir nennen das Phase 0: die Bootstrap-Phase, in der LOOM noch nicht als funktionierendes Werkzeug existiert. Phase-0-Items heißen bei uns deshalb bewusst Tickets, nicht Stories.

Aber: der Plan ist anders. Sobald das erste Casting läuft (Phase 1, Mai 2026), wechseln wir auf LOOM-Eigenanwendung. Wir werden mit den eigenen Artefakten und Ritualen arbeiten — Stories statt Tickets, Cycles statt loser Plan-Wochen, Casting statt Coach-Brainstorming, Showcase und Loomback als Cycle-Ende-Rituale, Beacons im Project Memory. So gut, wie es zu jedem Zeitpunkt sinnvoll ist. Wir sehen dann während der Entwicklung, was sich richtig anfühlt — und wo wir das Konzept noch nachschärfen müssen.

💭 Warum das so ist

Dogfooding fängt nicht beim Werkzeug-Bau an, sondern wenn das Werkzeug benutzbar ist. In Phase 0 hätte LOOM mit LOOM zu bauen bedeutet: Casting-Skript schreiben in einer LOOM-Vault, in der das Casting-Skript noch nicht funktioniert. Das wäre Theater. Phase 0 ist ehrliche Vorbereitung: Konzept klären, Brand etablieren, Phase-1-Tickets schneiden. Ab Phase 1 zählt's.

Plus die Lücken, die wir gerade kennen:

Was LOOM heute noch nicht kann

Wenn du etwas davon brauchst, weißt du jetzt, dass wir es kennen. Wir bauen es, sobald V1 läuft und wir Erfahrung haben. Das ist nicht Ausrede, das ist Iteration.

§10 · KI-Co-Bauer

Wie KI in LOOM passt — local-first, kontextgefüttert.

LOOM hat KI nicht als Gimmick, sondern als Co-Bauer in den Workflow eingebaut. Sie sitzt nicht an einer Stelle, sondern an jeder Station, an der du ohnehin arbeitest — und überall gilt dasselbe: sie schlägt vor, du entscheidest.

Local-first ist das Motto

Default-Backend ist Ollama lokal auf localhost:11434. Empfohlenes Modell: gemma4:12b für Standard-Aufgaben (läuft lokal, ~16 GB RAM, auch ohne dedizierte Grafikkarte) — stärkere Modelle, wenn die Hardware es hergibt. Externe APIs (Claude, OpenAI, Gemini) sind opt-in über config.yaml. Damit bleibt LOOM datenschutz-freundlich für Schul-DA-Teams, die keine Daten zu Cloud-Diensten senden dürfen.

Transparent bleibt das Ganze über das Prompt Lab (eigene Ansicht): dort siehst du jeden KI-Prompt, den LOOM verwendet, kannst ihn ansehen, anpassen und testen (gerenderter Prompt mit Setup-Kontext + Roh-Antwort). Details im Prompt-Lab-HowTo.

🤖 Hinweis für deine KI

Wenn du eine KI in LOOM nutzt — egal ob lokal oder über API — gib ihr immer den Setup-Auszug mit. Setup ist kuratierter Kontext: aktive Goals, aktiver Milestone, Stack-Highlights, Beacons der letzten 14 Tage. Mit dem Kontext werden die Antworten plötzlich projekt-spezifisch und brauchbar.

Plus: KI-Outputs werden im Frontmatter mit assistant: <modell-name> verewigt. Bei lokal: gemma4:12b. Bei API: claude-opus-4-8 oder mistral-small. Damit kannst du später nachvollziehen, welche Story-Conversation von welcher KI kam.

Was die KI nicht macht

LOOM hat klare Grenzen für KI-Eingriffe in V1:

In V3 (Roadmap) ist eine Erweiterung geplant: KI als Team-Mitglied, mit eigenem Repo-Zugriff, kann Stories implementieren und im Showcase präsentieren. Aber das ist V3, nicht heute.

§11 · Documents

Deine Doku schreibt sich aus dem Project Memory — du kuratierst sie.

Der klassische DA-Schmerz: die Doku aus Woche 1 ist in Woche 12 eine Lüge auf Hochglanzpapier. LOOM dreht das um — in der Documents-View rendert das Tool fertige Dokumente direkt aus deinem Vault: Progress-Report für den Coach, Projektantrag, Stack-Übersicht. Jedes Dokument besteht aus zwei Schichten:

Der Progress-Report berichtet dabei über den letzten abgeschlossenen Cycle — ein Bericht an den Coach redet nicht über den halbfertigen.

Vorlagen gehören eurem Team

Die eingebauten Vorlagen sind der Start. Jede lässt sich im Tool bearbeiten (euer Stand landet als Override in templates/ — „Revert to default" holt das Original zurück), und mit „New template" baut ihr eigene Empfänger-Formate — leer oder als Kopie. Beim Tippen von { schlägt der Editor alle verfügbaren Blöcke vor, dasselbe Menü wie im Prompt Lab. Bis zu drei Dokumente pinnt ihr als Schnellzugriff-Karten oben fest.

Drei Ausgänge: Vorschau in der View · Export als datierter Markdown-Snapshot nach documents/ · Print / PDF über den Browser-Druckdialog — unterschriftsfertig für Betreuer oder Einreichung.

🧵 Warum das für die Defensio zählt

Euer Project Memory sammelt das ganze Jahr: Entscheidungen mit Begründung, Loombacks, Insights. Die Documents-View macht daraus auf Knopfdruck den Bericht — und weil die Fakten live sind und eure Prosa kuratiert, erzählt ihr in der Defensio aus einem Dokument, das stimmt.

§12 · Dein erster Tag

Das ist deine Reihenfolge — Schritt für Schritt.

Wenn du am ersten Tag mit LOOM startest, ist hier deine Reihenfolge:

  1. Setup durchlaufen. Alle acht Dialoge. Plant 2-3 Stunden ein. Das ist die wichtigste Session — der Kontext, mit dem alles andere arbeitet.
  2. Erste Flocks werfen. Brainstormt im Team: was sind die ersten 10-15 Stories, die euch einfallen? Werft sie als Flocks. Nicht ausformulieren, einfach ⌘⇧F und zwei Sätze.
  3. Erstes Casting. Mit Coach-Anwesenheit. Die fünf Stages durchgehen, Story-Kandidaten kuratieren, Akzeptanz-Kriterien und Schätzung festlegen. Erstes Backlog ist gefüllt. Plant dafür Zeit ein — das erste Casting ist das längste.
  4. Erste Story spinning starten. Owner setzen, in Spinning ziehen, anfangen.
  5. Beacons werfen, sobald sie auftauchen. Kommt eine Architektur-Entscheidung? Ein Stack-Wechsel? Ein Stakeholder-Telefonat? ⌘⇧B.
  6. Comments hinterlassen, wenn ihr auf etwas stoßt. Auf der Story-Detail-View. Nicht zu kurz, nicht zu lang.
  7. Erstes Showcase nach 1-2 Wochen. Stories aus Showcase-Lane vorführen, durchsprechen, nach Woven.
  8. Erstes Loomback direkt danach. Manuell als loomback-Beacon. Was funktioniert? Was reibt? Welche Sticky Stories fallen auf?

Nach den ersten zwei Cycles wirst du merken: Setup ist nicht fertig. Goals haben sich verschoben. Subsystem-Abhängigkeiten sind klarer geworden. Das ist normal. Setup ist nie fertig — du editierst, jeder Edit ist ein Beacon, das Project Memory wächst.

🛠 Was du tun musst

Sei großzügig mit Flocks und Beacons. Lieber zu viele werfen als zu wenige. Du kannst sie im Casting/Loomback nachträglich verwerfen — aber was du nicht geworfen hast, kannst du nicht zurückholen.

§13 · Die drei Stimmen

Wenn dir LOOM gut zuhört, bekommst du drei Stimmen zurück.

In diesem Dokument hast du drei wiederkehrende Callouts gesehen. Sie sind nicht zufällig — sie sind die drei Modi, in denen LOOM mit dir arbeitet:

🛠 Was du tun musst

Konkrete Aktionen. Hotkeys, Klicks, Schritte. Wenn du nicht weißt, was als nächstes — schau hier.

💭 Warum das so ist

Begründungen aus 23 Jahren DA-Praxis und acht analysierten alten Repos. Wenn du wissen willst, warum eine Mechanik so ist und nicht anders — schau hier.

🤖 Hinweis für deine KI

Wie du KI strukturiert einsetzt. Was du der KI mitgeben musst, was du nicht erwarten darfst, wie das Frontmatter sich erinnert. Wenn du mit einer KI baust — schau hier.

Plus zwei Spezial-Stimmen für die schwierigen Stellen:

⚡ Was hier weh tun wird

Pädagogische Ehrlichkeit. LOOM hat einige Stellen, an denen es bewusst unangenehm ist — Sticky-Hard-Block, Pflicht-Beacons bei Setup-Edits, Cut mit Pflicht-Begründung. Wir sagen dir vorher, wo es zwickt.

✓ Was du gewinnst

Was du am Ende davon hast. Begründungs-Geschichte. Audit-Trail. Reflexions-Disziplin. Wenn du wissen willst, warum sich der Aufwand lohnt — schau hier.

Schluss-Wort

Der Webstuhl war der Anfang. Ihr macht den Stoff.

Im 18. Jahrhundert erfand der mechanische Webstuhl die Arbeit neu. Er fegte die monotone Handarbeit hinweg und ersetzte sie durch den Takt der Maschine. Aus Stunden wurden Minuten, aus einer Handvoll Stoff ein unaufhaltsamer Strom. Am Webstuhl wurde die Welt mechanisiert — und die industrielle Revolution entfesselt.

LOOM verspricht keine industrielle Revolution. LOOM ist ein pädagogisches / didaktisches Konzept für unerfahrene Teams. Wenn drei DA-Teams am SZU mit LOOM arbeiten und ihre Diplomarbeiten besser werden — strukturierter, reflektierter, mit einer Begründungs-Geschichte, die in 5 Jahren immer noch lesbar ist — dann hat LOOM seinen Zweck erfüllt.

Du bist Teil davon. Was du heute mit LOOM lernst, fließt in V1.1, V2, V3 ein. Deine Sticky-Stories werden zu Pattern. Deine Loomback-Reflexionen werden zu Trainingsmaterial für die nächste Generation. Deine Stories werden zu Stoff.

Stories, woven. Decisions, kept. Generation, geteacht.

→ Bevor du loslegst: die lokale KI

Drei kurze Hilfe-Seiten holen dich ab — ohne Vorwissen: Die lokale KI (Ollama) einrichten →, Erste Schritte in LOOM (FAQ) → und Quick-Start: loslegen →. LOOMs KI-Helfer (z.B. der SMART-Check deiner Ziele) brauchen das Gratis-Programm Ollama; ohne läuft LOOM trotzdem. Was sich von Version zu Version ändert, steht in Was ist neu.

LOOM · Iron-Labs · Juni 2026
Konzept: Thomas Gürth (HTL Schulzentrum Ungargasse Wien) · Co-Bauer: Claude Opus 4.7